{"id":34,"date":"2014-07-30T08:27:09","date_gmt":"2014-07-30T06:27:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/?p=34"},"modified":"2014-07-30T08:57:50","modified_gmt":"2014-07-30T06:57:50","slug":"freier-versuch-ueber-freundschaft-entwurfstatus-einer-geisteshaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/?p=34","title":{"rendered":"Freier Versuch \u00fcber Freundschaft: Entwurfstatus einer Geisteshaltung"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Lekt\u00fcre als Anlass<\/strong><\/em><\/p>\n<figure id=\"attachment_36\" aria-describedby=\"caption-attachment-36\" style=\"width: 204px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Siegfriedkracauer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-36\" src=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Siegfriedkracauer.jpg\" alt=\"Der junge Siegfried Kracauer; Quelle\" width=\"204\" height=\"273\" srcset=\"https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Siegfriedkracauer.jpg 264w, https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Siegfriedkracauer-224x300.jpg 224w\" sizes=\"auto, (max-width: 204px) 100vw, 204px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-36\" class=\"wp-caption-text\">Der junge Siegfried Kracauer; <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Siegfried_Kracauer\">Quelle<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine schicksalshafte F\u00fcgung hat mir vor zahllosen Monaten den antiquarischen Erhalt\u00a0von Siegfried Kracauers &#8222;\u00dcber die Freundschaft&#8220; (1971) eingebracht. Ein Werk, dessen Titel mich bereits zu schwelgerischen Kontemplationen einludt, und das schnell das Privileg erwarb, auf einem winterlichen Spaziergang in der Manteltasche mitgenommen zu werden. Indes, \u00fcber das Vorwort hinaus schaffte ich es nicht. Zu sehr entweder die Wucht der Impressionen, oder gar die Distraktion anderer Anl\u00e4sse. Eines jedoch blieb: der figurative H\u00f6chstwert des Buches &#8211; die Projektion einer bereichernden Lekt\u00fcre; in anderen Worten: Ein Thema, \u00fcber das es nachzudenken wert ist. Hiermit sei gesagt, dass das\u00a0intuitiv-naive Selbstverst\u00e4ndnis, zu wissen, was Freundschaft bedeute, mir allererst entrissen werden musste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewiss wei\u00df ich noch immer erst wenig davon, was Kracauer zu sagen hat, doch ob die etwaige Lekt\u00fcre einstmals mehr in mir zu erwecken in der Lage sein wird, als sie es bis jetzt getan hat, ist trotz aller Euphorie ebenfalls fragw\u00fcrdig. Ich m\u00f6chte an dieser Stelle also das Wagnis eingehen, meine Gedanken \u00fcber die Freundschaft vorzustellen, ohne \u00fcberpr\u00fcft zu haben, ob das eventuelle Schl\u00fcsselwerk ebendiese Gedanken obsolet zu machen, zu \u00fcberholen f\u00e4hig ist. Dieser \u00c4u\u00dferung unter Vorbehalt jedoch enstammt erst der Reiz des Unterfangens, denn hier nicht von etwas Externem zu sprechen, sondern von demjenigen, was meine Welt im Innersten zusammenh\u00e4lt, n\u00e4mlich von meinem gegenw\u00e4rtigen Begriff der Freundschaft, kann keinesfalls weniger wichtig oder relevant sein, als Kracauers Gedanken &#8211; so wahr ich zum aktuellen Zeitpunkt auch nur einen einzigen Freund habe!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong><span style=\"color: #252525;\">\u03a6\u03b9\u03bb\u03ad\u03c4\u03b1\u03b9\u03c1\u03bf\u03c2: Der Freundelieb<\/span><\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den Status Quo, den Anschlussstein des Denkens in unserem Kulturkreis finden wir in Klassischem, in Vollendetem. Dies&#8216; sind also Gedanken, die es eigentlich auszusprechen nicht lohnt, weil sie die implizite Voraussetzung unseres geistigen Lebens sind: Um im Sinne des Kategorischen Imperativs zu entscheiden, braucht ein Mitteleurop\u00e4er keine Kantlekt\u00fcre; um Faust zu zitieren, bedarf es dem Deutschen keiner Goethestudien. Sofern es jedoch verlangt ist, sich ein klares Bild zu verschaffen, gibt es keine Alternative dazu, auch die unbestrittenen Voraussetzungen zu benennen, wom\u00f6glich sogar zu hinterfragen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Platons Dialog\u00a0<span style=\"color: #252525;\">\u039b\u03cd\u03c3\u03b9\u03c2 (Lysis) trifft Sokrates auf eine Gruppe spielender J\u00fcnglinge, unter anderen auch auf Lysis, den sch\u00f6nsten und edelsten unter ihnen, sowie Hippothales, der dem Philosophen seine Liebe zu dem Knaben Lysis nicht verschweigt. Anl\u00e4sslich dieser Zuneigung f\u00fchlt sich Sokrates dazu veranlasst, mit den Anwesenden zu er\u00f6rtern, was die Voraussetzungen der Freundschaft sind. Der Gro\u00dfteil dieses Dialogs nun besteht im Ausschluss diverser Vermutungen \u00fcber den Quell der Freundschaft: die Redensarten, gleich und gleich geselle sich gerne\u00a0sowie\u00a0Gegens\u00e4tze z\u00f6gen sich an, seien als Hypothesen widerlegt. Auch zu lieben oder zu hassen, reiche nicht aus, um sich zurecht Freund zu nennen. Nicht zuletzt gelange\u00a0eine Zweckbekanntschaft wie diejenige des Kranken zum Arzt\u00a0an das Wesen der Freundschaft heran. Zu einem positiven Begriff kommt Sokrates jedoch bis zuletzt nur in Fragmenten. Es sei zwar nicht die einzige Bedingung, doch von Freunden lie\u00dfe sich zumindest sagen, dass sie einander liebten.<\/span><\/p>\n<figure id=\"attachment_38\" aria-describedby=\"caption-attachment-38\" style=\"width: 179px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/DBPB_1957_167_Schleiermacher.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-38\" src=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/DBPB_1957_167_Schleiermacher-257x300.jpg\" alt=\"1958er Friedrich Schleiermacher-Briefmarke; Quelle\" width=\"179\" height=\"209\" srcset=\"https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/DBPB_1957_167_Schleiermacher-257x300.jpg 257w, https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/DBPB_1957_167_Schleiermacher.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-38\" class=\"wp-caption-text\">1958er Friedrich Schleiermacher-Briefmarke; <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Friedrich_Schleiermacher\">Quelle<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist nicht wirklich strittig, ob die sokratischen Einsichten g\u00fcltig sind. Gewiss plagt sich die Attraktionsforschung in der Sozialpsychologie mit den genannten Sprichw\u00f6rtern als Heuristiken zur Erkl\u00e4rung empirischer Vorlieben in der Partnerwahl, doch im grunds\u00e4tzlichen Sinne des platonischen Dialogs k\u00f6nnen diese Pauschalisierungen nicht aufrecht erhalten werden. Nun, hilfreich dabei, Gewissheit \u00fcber die eigene Lage zu gewinnen, ist die sokratische Standortbestimmung allerdings auch nicht. Ein Begriff des\u00a0griechischen Originaltextes jedoch vermochte meine Aufmerksamkeit zu erregen: Der Freundelieb &#8211; philetairos. Schleiermachers \u00dcbersetzung mit diesem ungewohnten Wort schien bei den Herausgebern meiner Platon-Ausgabe gleichfalls Argwohn zu erregen, sodass sie diesen Neologismus mit der Alternativ\u00fcbersetzung &#8222;w\u00fcnsche ich mir Freunde&#8220; versehen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sokrates spricht die ergreifenden Worte: &#8222;Ich aber bin gegen alle diese\u00a0Dinge ziemlich gleichg\u00fcltig, dagegen aber auf den Besitz von Freunden ganz leidenschaftlich, und einen guten Freund zu haben, w\u00e4re mir lieber als die beste Wachtel oder der beste Hahn von der Welt; ja, beim Zeus, lieber als ein Pferd oder ein Hund; und ich glaube, beim Hunde, ich w\u00fcrde allem Golde des Dareios bei weitem den Besitz eines Freundes vorziehen, weit mehr noch als Dareios selbst; so sehr bin ich ein Freundelieb&#8220;. Mit diesem Selbstbekenntnis reicht Sokrates tiefer in meine Seele hinein, als durch seine\u00a0logischen Kalk\u00fcle \u00fcber M\u00f6glichkeit und Unm\u00f6glichkeit von Freundschaft. Sie ist mir kein neutrales Ph\u00e4nomen, das ich zu begreifen habe: Freundschaft ist mir ein existentielles Bed\u00fcrfnis und meine Freunde bedeuten mir oft mehr, als ich mir selbst. Hier liegt der eigentliche Status Quo meiner Geisteshaltung: Ich bin ein Freundelieb.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Der tugendhafte Freund<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn es nun nicht im Mittelpunkt steht, wieso es m\u00f6glich ist, Freunde zu haben, so bleibt die Frage danach nicht aus, was sie auszeichnet. Die ontologische\u00a0Wasserscheide trennt hier wohl diejenigen Eigenschaften, die diese Geister, die ich meine Freunde nenne, blo\u00df f\u00fcr mich haben, oder auch an sich. Ich muss jedoch sagen, dass im Begriff der Freundschaft bereits begr\u00fcndet zu sein scheint, dass ich f\u00fcr die Eigenschaften meiner Freunde, welche ich ihnen als wertvoll zuschreibe, oder sie an ihnen beobachte, einzutreten bereit bin. Das hei\u00dft, dass ich, insofern ich damit Einfluss auszu\u00fcben vermag, mit einem Appell an die Welt herantrete, dass, meine Freunde so wie ich zu beurteilen, keine Frage der Willk\u00fcr ist. Im Gegenteil: Unsere Freundschaft kann nur das Resultat eines hervorragenden Charakters sein, an dem es keinen Zweifel geben sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewiss l\u00e4sst sich dieser pathetische Appell schnell entkr\u00e4ften, denn schon Sokrates wusste, dass im Geliebten sich der Liebende nur selbst lobe. Seine engsten Kreise in sanftem Licht darzustellen, bedeutet, sich als ihr Zentrum zu profilieren &#8211; ein gro\u00dfer Egoismus. Dieser n\u00fcchterne Blickwinkel hilft hier indessen nicht weiter. Es geht nicht um die Freundschaft als m\u00e4\u00dfiges und gerechtes Medium wahrheitsbeseelter Rechtschaffenheit, sondern um das wilde Sein, dem\u00a0keine eigentliche Wahl gelassen wird: Freundschaft oder Untergang. Die Kardinaltugenden sind mir an dieser Stelle ein Beispiel f\u00fcr das Ma\u00df, mit dem die Freundschaft ihre Protagonisten misst. Ihr althergebrachter Kerngedanke erhellt uns dann, wenn wir ihn im Kontrast zum Begriff des Wertes denken. W\u00e4hrend selbiger allgemein und abstrakt ist, ist die Tugend personell und konkret. Langfristig einen Wert zu verfolgen, hei\u00dft ihn auch kurzfristig vergessen zu k\u00f6nnen &#8211; der Tugendhafte f\u00e4llt jedoch mit der Ausnahme, denn er muss sich von Moment zu Moment beweisen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_43\" aria-describedby=\"caption-attachment-43\" style=\"width: 1012px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/peselino_7tugenden.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-43\" src=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/peselino_7tugenden.jpg\" alt=\"Die sieben Kardinaltugenden: Am Rand jeweils zwei der weltlichen, in der Mitte die geistlichen. Von links nach rechts: Klugheit, Gerechtigkeit, Glaube, Liebe, Hoffnung, Tapferkeit und Ma\u00df; Quelle\" width=\"1012\" height=\"285\" srcset=\"https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/peselino_7tugenden.jpg 1012w, https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/peselino_7tugenden-300x84.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1012px) 100vw, 1012px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-43\" class=\"wp-caption-text\">Die sieben Kardinaltugenden: Am Rand jeweils zwei der weltlichen, in der Mitte die geistlichen. Von links nach rechts: Klugheit, Gerechtigkeit, Glaube, Liebe, Hoffnung, Tapferkeit und Ma\u00df; <a href=\"http:\/\/www.dreifaltigkeit-altdorf.de\/tugenden.htm\">Quelle<\/a><\/figcaption><\/figure>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Leitmotiv dieser Ausf\u00fchrungen soll nicht sein, dass Freundschaft nur zwischen wesentlich guten Menschen geschlossen werden kann, oder dass sie sich vor einem moralischen Gericht\u00a0rechtfertigen muss. Vielmehr gilt, dass jeder Freund mit einem L\u00f6wenherz verteidigt wird &#8211; die Tugenden, die zur Disposition\u00a0stehen, m\u00f6gen dabei individuell\u00a0austauschbar und insbesondere auch fehlbar sein (wenngleich der Anspruch, mit dem sie vorgetragen werden, objektivierend ist), wie Kritikf\u00e4higkeit, Freundlichkeit oder Loyalit\u00e4t\u00a0&#8211;\u00a0doch notwendig\u00a0ist, dass ein Freund diesen Ma\u00dfstab entt\u00e4uschen kann. Entt\u00e4uschen k\u00f6nnen bedeutet zugleich: mit Stolz angesichts der charakterlichen Gr\u00f6\u00dfe erf\u00fcllen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Dynamik und Statik der Freundschaft<\/strong><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine Freundschaft ist eine st\u00e4ndige Bew\u00e4hrungsprobe im Angesicht gr\u00f6\u00dfter Tugenden. Oft ist das lebensweltliche Motiv zur Anh\u00e4nglichkeit mehr nicht als ein Herdentrieb oder die Sozialisation durch verf\u00fcgbare Mitmenschen. Dieser Umstand ist nach meinem Daf\u00fcrhalten Ausdruck der strukturell zwitterhaften Tiefenschicht aller Freundschaft. Die\u00a0Zuschreibung\u00a0der Tugend ist tats\u00e4chlich nur die dynamische Komponente der Freundschaft. Sie mag daraus bestehen, dass jedes Wiedersehen eine Herausforderung ist, dem Freund zu gen\u00fcgen, doch eigentlich besteht selten Anlass zur Bef\u00fcrchtung, wegen\u00a0eines Fehltritts das Gesicht zu verlieren oder\u00a0die Freundschaft aufk\u00fcndigen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die zweite Facette der Freundschaft zehrt von ihrer Geschichtlichkeit, sie lebt von der Erinnerung und der Gew\u00f6hnung. Freunde pr\u00e4gen im Miteinander eine eigent\u00fcmliche Atmosph\u00e4re aus, sie entwickeln einen vertrauten Gestus und Habitus, der sich ganz aus der Interaktion der beteiligten Charaktere, ihrer Gemeinsamkeiten und Widerspr\u00fcche ergibt. Oft ist es ein heimisches Behagen, die Stimme des Freundes in der Wortwahl des Vertrauens mit den Themen vereinten Interesses wiederzuerkennen. An dieser Stelle ist die Freundschaft die Heimstatt des Selbstbildes, ein Spiegel der eigenen Gewissheiten. Erst das Urteil derer, die mein eigentliches Gesicht kennen, best\u00e4tigt mir, wer ich bin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Sinne ist Freundschaft\u00a0sinnbildlich in der Beziehung von Narziss und Echo wiederzufinden. W\u00e4hrend die dynamische Komponente in Sorge um einen Makel im makellosen Gesicht &#8211; um ein Laster im tugendhaften Profil &#8211; zur st\u00e4ndigen Probe angehalten ist, ert\u00f6nt als statisches Pendant im Hintergrund der Widerhall vergangenen Miteinanders.<\/p>\n<figure id=\"attachment_45\" aria-describedby=\"caption-attachment-45\" style=\"width: 474px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Echoandnarcissus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-45\" src=\"http:\/\/www.das-wilde-sein.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Echoandnarcissus-1024x572.jpg\" alt=\"John William Waterhouse: Echo und Narziss (1903); Quelle\" width=\"474\" height=\"264\" srcset=\"https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Echoandnarcissus-1024x572.jpg 1024w, https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Echoandnarcissus-300x167.jpg 300w, https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Echoandnarcissus-1038x576.jpg 1038w, https:\/\/vigorous-carson.84-19-186-9.plesk.page\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Echoandnarcissus.jpg 1251w\" sizes=\"auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-45\" class=\"wp-caption-text\">John William Waterhouse: Echo und Narziss (1903); <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Echo_(Mythologie)\">Quelle<\/a><\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lekt\u00fcre als Anlass Eine schicksalshafte F\u00fcgung hat mir vor zahllosen Monaten den antiquarischen Erhalt\u00a0von Siegfried Kracauers &#8222;\u00dcber die Freundschaft&#8220; (1971) eingebracht. 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